Social Detox - Jetzt wird's Zeit.

„Wenn ich Morgens aufwache, bist du das, was mich als erstes erinnert, was ich zu tun habe. Du gibst mir alle Informationen, die ich brauche. Du zauberst mir manchmal ein Lächeln ins Gesicht und manchmal bringst du mich schon im Bett zum verzweifeln. Du bist jeden Tag immer bei mir, begleitest mich Schritt für Schritt und sagst mir am Ende sogar, wie viele es waren. […]“

Während die Zeilen vor 30 Jahren noch ein schöner Liebesbrief an seine Frau sein könnte, ist es heute eine ganz andere Situation – jeder Mensch mit einem Smartphone fühlt sich wahrscheinlich jetzt ertappt. Es ist auch nicht schlimm – es beschäftigt mich aber sehr, welche Rolle mein Handy und alle Menschen, die es damit befüllen, plötzlich Raum einnimmt und ich mein persönliches Leben und meine persönlichen Gedanken darunter stelle. Mitunter merke ich, dass ich locker am Tag 3 Stunden bei Facebook & Instagram verbringe, wovon privat locker die Hälfte ausmacht. Es ist eine Entwicklung, welche mit der Zeit geht, aber ich will mich wieder mehr auf mich und meine Engsten fokussieren. 3 strategische Pläne:

1. Instagram für 1 Woche löschen.
Das funktioniert ganz geil bei mir, wie mit dem Rauchen. Habe ich eine Woche absoluten Abstand davon, kann ich mich langsam wieder rantasten, aber schätze alles drumherum viel mehr, sodass es keine Priorität mehr bei mir im Leben hat.

2. Morgens ohne Handy aufwachen.
Ich stelle mir einen Wecker, jedoch lasse ich promt danach das Handy liegen, bis ich gefrühstückt habe. Eine einfache Methode, um bewusst in den Tag zu starten, meinen Kaffee am morgen zu zelebrieren und die wichtigste Mahlzeit am Tag in Ruhe einzunehmen.

3. Mehr lesen.
Ich merke, dass ich alles über meine Mitmenschen weiß durch Social Media, aber mir trotzdem viel an Input fehlt. Alleine schon, dass ich einfache Blogartikel auf Medium.com lese, bringt mich immens voran. Ich habe mir paar Writer rausgesucht, welche ich spannend finde und die füllen gerade meine freie Zeit aus, welche ich mir bewusst setze.

Ich bin gespannt, ob sich am Ende wirklich was tut und was ich davon habe – ich bin aber zuversichtlich.